THW-Iserlohn

1. Bergungsgruppe (B1)

Die Bergungsgruppe 1 (B1) rettet Menschen und Tiere und birgt Sachwerte aus Gefahrenlagen. Sie
führt Sicherungsarbeiten an Schadenstellen durch, leistet leichte Räumarbeiten und richtet Wege
und Übergänge her. Sie ist die vielseitigste Gruppe im Technischen Zug und unterstützt die Fachgruppen des THW in technischer wie personeller Hinsicht. Das Personal und die Ausstattung sind auf die Bewältigung eines möglichst breiten Aufgabenspektrums ausgerichtet.

Als Schnell-Einsatz-Gruppe wird die Bergungsgruppe 1 in der Regel zuerst zum Einsatz kommen. Die Ausstattungdieser Einheit kann weitestgehend abgesetzt, getragen und autark eingesetzt werden. Sie umfasst ein

umfangreiches Sortiment an Werkzeugen und Geräten zur Rettung und Bergung, zur Bearbeitung von Holz, Metall und Stein, zur Sicherung von Personen und Einsatzstellen,
zum Trennen, Heben und Bewegen von Trümmern oder Bauteilen sowie zum Bau von Hilfskonstruktionen und vielem anderen mehr.
Durch eine universelle Abstütz-und Sicherungs-Komponente aus Holzbauteilen – Abstütz-System
Holz (ASH) – kann die Ausstattung der Bergungsgruppe 1 ergänzt werden. Mit dem Einsatz-Gerüst-

System (EGS) steht den Bergungsgruppen ein vielseitiges Hilfsmittel für Rettungs-, Bergungs- und Sicherungsarbeiten zur Verfügung.

Das Einsatzgerüstsystem (EGS)

Unabhängig davon, ob es sich um einen Erdbebeneinsatz oder einen Hauseinsturz handelt: Rettungskräfte können erst dann aktiv werden, wenn ihre eigene Sicherheit gewährleistet ist. Als besonders flexibel und schnell zur Sicherung von Gebäuden oder Mauern hat sich das Einsatz-Gerüstsystem (EGS) des THW durchgesetzt.
Ein umfangreiches Sortiment an diversen Stahlrohren und Verbindungsstücken ermöglicht es in kürzester Zeit ein stabiles Gerüst aufzubauen.
Das EGS ist in vier Bausätze gegliedert. Diese sind in unterschiedliche Größen unterteilt und damit für verschiedene Aufgabengebiete konzipiert.
So ist der erste Bausatz zur leichten Bergung gedacht, ermöglicht es aber auch Geräte hochzuziehen oder abzulassen.
Sind alle vier Bausätze im Ortsverband vorhanden, können die THW-Helferinnen und Helfer meterlange Stege bauen, Türme errichten und sogar Häuser abstützen. Ermöglicht wird dies durch ein umfangreiches Sortiment an diversen Stahlrohren und Verbindungsstücken, mit denen sich in kurzer Zeit ein stabiles Gerüst errichten lässt. Diverse Hölzer, Stützen und Verankerungsmaterial ermöglichen dabei die Verbindung zwischen dem zu stützenden Gebäude und dem eigentlichen Gerüst. Gitterboxen mit Kleinmaterial komplettieren die Ausrüstung.
Zuständig für den Aufbau des EGS sind die Bergungsgruppen. In der Regel besitzen Ortsverbände nur den ersten Bausatz, können aber jederzeit weitere Bausätze anfordern. Bei größeren Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen ergänzen sich mehrere EGS dank der normierten Teile. Somit stellen auch schwierige Einsätze mit hohem Materialaufwand kein Hindernis dar. Die Aufbauzeit für ein EGS beträgt zwischen wenigen Minuten für leichte Gerüste und mehreren Stunden für Laufstege, Türme und Abstützungen. Die vielseitigen Anwendungen machen es zu einem unverzichtbaren Helfer beim Stützen und Sichern.

Quelle: THW Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Bergungsgruppe 1

Charakteristisches Gerät

  • Schweiß- und Brennschneidegerät
  • Kettenmotorsägen
  • Atemschutzgerät-Ausstattung
  • Rettungsausstattung
  • Krankentransportausstattung
  • Tauchpumpe 400 l/min
  • Hebekissenausstattung
  • Trennschleifer
  • Heber, hydraulisch
  • Bohr- und Aufbrechhammer
  • Hebe-/ Pressgerät 16t
  • Spreizer
  • Schneidgerät
  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Flutlichtleuchtensatz
  • Windenstützen
  • Leitern
  • Greifzug
  • u.a.m.

Fahrzeuge

Gerätekraftwagen I (GKW I), 7 t Nutzlast, geländegängig mit Winde 5/10 t Zugkraft, Gruppenfahrerhaus / Kofferaufbau, 1+8 Plätze

Anhänger, 7 t Nutzlast, 2 Achsen, div. alternative Aufbauten: Plane / Spriegel, Wechselbrücken- oder Container-Aufnahme

Zusätzlich bei örtlichem Bedarf:

Anhänger, 7 t Nutzlast, 2 Achsen, Plattform / Rungen

Gabelstapler mit 30 kN Hubkraft, Dieselantrieb, Straßenverkehrszulassung