THW-Iserlohn

Neuigkeiten NEUIGKEITEN

„Man sollte nicht erst die Visitenkarten auf dem Trümmerhaufen austauschen“ –

28 April 2012 – 22:54

resümierte Albrecht Broemme, Präsident des THW auf der Interschutz 2010.


Beim Technischen Hilfswerk in Iserlohn und bei der Feuerwehr im Märkischen Kreis ist dies bereits bewährte Praxis.
So trafen sich am 28. April 2012 auf Einladung des Kreisbrandmeisters Reiner Blumenrath abermals die Kameraden der Feuerwehr und des THW zu einer gemeinsamen Schulung.
Das Thema der Ausbildung: „ Der Leitende Notarzt (LNA) im Einsatz“. Ziel war es, bei den Kameraden beider Organisationen den Arbeitsablauf und die Aufgaben des Rettungsdienstes bei einem Massenanfall von Verletzten näher zu bringen und die Kompliziertheit der Arbeit zu verdeutlichen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück, welches viele Gelegenheiten zu gemeinsamen Gesprächen und einem ersten Erfahrungsaustausch aus vergangenen Übungen bot, berichtete Dr. Jochen Reiffert, Notarzt im Märkischen Kreis, über die Arbeit des Leitenden Notarztes im Einsatz. Anschaulich wurden den Teilnehmern der Schulung die Grundlagen und die Einsatztaktik des Rettungsdienstes beim einem Massenanfall von Verletzten dargestellt. Sehr interessant  waren die Informationen über die Organisation an der Unglücksstelle sowie die Möglichkeiten die, in Zusammenarbeit auch mit den ehrenamtlichen Kräften des Rettungsdienstes, geschaffen wurden.
Nach den Ausführungen von Dr. Reiffert stellte THW-Kreisbeauftragter Jörg Freiburg die Möglichkeiten des THW als leistungsfähige Organisation des Katastrophenschutzes vor.
Hier verdeutlichte Jörg Freiburg insbesondere die Vorteile einer einheitlich ausgebildeten und ausgestatteten Hilfsorganisation.
An die theoretischen Vorträge schloss ich eine Technikschau des THW Iserlohn an.
Hier galt: Nicht nur gucken – sondern anfassen.
Die Kameraden des Technischen Zuges des Ortsverbandes hatten diese lehrreiche Informationsschau, welche bei den Kameraden der Feuerwehr großen Anklang und viel Interesse fand, vorbereitet.
Nach einem gelungenen gemeinsamen Mittagessen beendete Kreisbrandmeister Reiner Blumenrath die Schulung. Er gab hierbei seinem Wunsch Ausdruck, die Seminarreihe auch in Zukunft weiter zu führen und auszubauen.
Der THW Ortsverband bedankt sich bei den Organisationen der Schulung, insbesondere bei seiner Köchin Anja Jahn für die Versorgung der Seminarteilnehmer.

Text und Bild
OV- Iserlohn
Götz Wege


„Wasser Marsch“ am Seilersee – Feuerwehr und THW pumpen Hallenbad leer

22 April 2012 – 22:00

Am 22. April trafen sich die Kameraden der Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Iserlohn aus Leckingsen und Drüpplingsen und des Technischen Hilfswerks aus Iserlohn zur einer ganz besonderen Übung.


Die Aufgabe: Das Wasser aus dem Hallenbad am Seilersee (ca. 1900 m³) muss raus und in das Freibad rein. Der Sinn den Ganzen ist ein ganz einfacher. Das erwärmte und aufbereitete Wasser aus dem Hallenbad kommt ins nahegelegene Freibad, so dass dieses pünktlich eröffnet werden kann. Das spart Wasser und Energie, und gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit für Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Hallenbad.
Um 10:00Uhr ging es los. Nach einer Einweisung durch den Sprecher der Feuerwehr, Michael Zihn, wurden die Pumpen in Position gebracht und die Schläuche ausgerollt.
Die Kameraden der Feuerwehr setzten 2 Tragkraftspritzen mit einer Gesamtpumpleistung von maximal 3 200 Litern pro Minute ein. Beim  THW wurde durch die Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen die Hochleistungspumpe mit einer Leistung vom 15000 Liter pro Minute zum Einsatz gebracht.
Nach kurzer Zeit hieß es bei der Feuerwehr bereits „Wasser Marsch“.  Gegen 11:00Uhr startet die DIA-Pumpe des THW.
Jetzt konnte man nur noch warten.
Bei dieser Gelegenheit zeigte sich einmal mehr der unterschiedliche technische Ansatz der Pumpen bei THW und Feuerwehr. Während die Tragkraftspritzen der Löschgruppen in  kurzer Zeit einsatzbereit sind und in große Höhen reichen, ist die  Inbetriebnahme der THW Pumpe deutlich zeitaufwendiger. Diesen vermeintlichen Nachteil holt die Pumpe des THW dank ihrer deutlich größeren Pumpleistung jedoch schnell wieder ein.
Gegen 13:30 Uhr war das Hallenbad leergepumpt. Nun galt es die eingesetzte Technik wieder abzubauen. Gegen 15:00Uhr war die Einsatzbereitschaft beider Einheiten wieder hergestellt.
Was für die Bädergesellschaft eine willkommene Einsparmöglichkeit darstellt, ist für die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr eine ideale Möglichkeit für eine gemeinsame Übung.

Text und Bild: THW Iserlohn (Götz Wege)